Interkulturelle Ensembles

Nach regelmäßigen Austauschen mit der türkischen Partnerstadt Ataşehir entstand 2019 die Idee, Arrangements für Schülerinnen und Schüler der Musikschulen in beiden Städten zu erstellen. Gefördert auch mit Mitteln der Stiftung der Sparda Bank West sollten traditionelle Lieder unterschiedlicher Stile der Regionen vom Balkan über Anatolien, Kaukasien bis nach Mesopotamien für gemeinsame Konzerte arrangiert werden.

Stilistisch sind alle Arrangements dem Kulturraum der Makam-Musik zuzuordnen. Sie greifen auch die aktuelle Entwicklung der Musikszene rund um Anatolien auf, bei der die ursprünglich unbegleiteten Melodien harmonisiert werden. Die Mikrotonalität wurde in der Notensammlung darum auf Baglama und Gesang beschränkt, wo sie am leichtesten umzusetzen sind. Die Töne können in vielen Fällen auch chromatisch ersetzt werden, was ebenfalls im Nahen Osten regelmäßig gemacht wird, um mit Instrumenten aus westlichen Ländern gemeinsam spielen zu können.

Die Bearbeitungen sollen die Musik möglichst vielen zugänglich machen. Der Schwierigkeitsgrad ist darauf abgestimmt, dass die Musik mit möglichst kurzer Probezeit einstudiert werden kann, um ein gemeinsames Konzerterlebnis zu ermöglichen – zum Beispiel bei einem Besuch in der Partnerstadt.

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